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Judith Kerr - Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Mit diesem Jugendbuch, das der erste Teil einer Trilogie ist, hat die Autorin Judith Kerr ihre eigene Geschichte als jüdischer Flüchtling wiedergegeben.

Die Rolle des Erzählers übernimmt im Buch die zu Beginn neunjährige Anna, die mit ihren Eltern und ihrem Bruder Max vor Hitlers Machtergreifung aus Deutschland zuerst in die Schweiz emigriert und später in der Hoffnung auf besseren Verdienst nach Frankreich zieht.

Der Schreibstil ist relativ simpel und somit angesichts des Alters von Anna angemessen. Man merkt, dass sie viele Dinge und große Zusammenhänge noch nicht begreift und mit ihrer kindlichen Logik herangeht. Beispielsweise macht sie Hitler persönlich für den Verlust ihres titelgebenden Plüschkaninchens verantwortlich oder stellt sich bildlich vor, wie auf ihren Vater Münzen geschüttet werden, als ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt wird.

Insgesamt beschreibt das Buch sehr anschaulich und aus der Nähe das neue Leben der Familie in der Fremde, allerdings wirkt es durch die eher kindliche Sichtweise Annas bis auf einige Ausnahmen auf mich fast wie ein Urlaubsbericht. Für meinen Geschmack fehlte der Spannungsbogen fast vollständig, es gleicht eher einer Art Tagebuch, in dem Anna ihre Erlebnisse mit ihrer Familie und neuen Freunden aufschreibt. Vor allem die Zeit in Paris zieht sich stellenweise ziemlich in die Länge.

Letztendlich mag es schon für jüngere Kinder ein leichter Einstieg in die Geschichte des Nationalsozialismus sein, aber es könnte schwierig sein, mit diesem Buch Lesemuffel bei der Stange zu halten. Insgesamt also ein keinesfalls schlechtes Buch, aber für meinen Geschmack zu langatmig, deshalb durchschnittliche drei Sterne.

1.8.15 16:33
 
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