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Cecelia Ahern - Flawed - Wie perfekt willst du sein?

Man könnte jetzt so viele wunderbare Wortspiele mit „perfekt“ oder „fehlerhaft“ anbringen, weil es Titel und Inhalt des Buches schließlich hergeben, aber ich belasse es jetzt mal bei der Überschrift und werfe dafür lediglich einen symbolischen Euro ins Phrasenschwein.

Nachdem mich „Der Glasmurmelsammler“ eher enttäuscht zurückgelassen hatte, ging ich eher mit gemischten Gefühlen an ihr neuestes Buch heran. Aber da es sich hier um ein ganz anderes und von mir präferiertes Genre handelt, gab ich ihm dann doch eine Chance und wurde zumindest, so viel sei gesagt, gut unterhalten.

Ich muss allerdings sagen, dass Celestine als Protagonistin nicht allzu gut geschrieben ist. Ihre Oberflächlichkeit und Naivität zu Beginn hat ja noch Existenzberechtigung, um ihre Abkehr von der ungerechten, oberflächlichen Welt ohne Fehlerakzeptanz zu verdeutlichen. Und es ist zwar schön, dass das Buch keine großen Längen aufweist, aber ihr Wandel ist mir an einigen Stellen einfach zu plötzlich. Vor allem ist ihre Entwicklung auch nicht konsequent. Manchmal hat man das Gefühl, dass sie tatsächlich an ihren Erfahrungen und ihrem eigenen Schicksal gewachsen ist, und manchmal fragt man sich, aus welcher Höhle dieses naive Kindchen jetzt wieder gekrochen ist und ob sie denn gar nicht dazugelernt hat. Sehr anstrengend war für meinen Geschmack auch Celestines absolut unsinnige und für mich einfach nicht nachvollziehbare Fixierung auf ihren Zellennachbarn. Ihr groupiehaftes Denken und Verhalten führte manchmal zu Szenen, bei denen ich mich prima fremdschämen konnte.

Der Schreibstil an sich hat mir gut gefallen. Gut lesbar und zwar relativ einfach, aber wenigstens nicht allzu primitiv – meiner Meinung nach gut passend für ein Jugendbuch.

Inhaltlich sind mir aber ähnliche Mankos wie bei Celestines Charakter aufgefallen: Einige Dinge gingen mir für meinen Geschmack doch ein wenig zu schnell und waren nicht ganz nachvollziehbar.

Trotz dieser Kritikpunkte konnte ich dem Buch dennoch 4 Sterne geben, wenn auch recht knapp. Die Autorin hat es geschafft, die Geschichte recht flott, ohne große Längen in Gang zu bekommen und einen guten Spannungsbogen geschaffen. Ich war stets zum Weiterlesen motiviert und bin jetzt auch durchaus neugierig auf den zweiten Teil.

27.10.16 19:51
 
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