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Susann Pásztor - Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster

"Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster" war für mich eins der seltenen Bücher, über das ich nach dem Beenden erst einmal schlafen und eine ganze Weile nachdenken musste. Dann setzte der Wow-Effekt ein und ich merke, dass ich auch einige Tage nach der Lektüre noch darüber nachdenke. Für meinen Geschmack hat hier die Autorin somit alles richtig gemacht.

Sterben und Sterbebegleitung ist ein sensibles Thema, dennoch ist das Buch wundervoll ohne großes Pathos geschrieben. Der Kontrast aus Thematik und der verglichen damit Leichtigkeit der Sprache, welche sich vor allem in den Gedanken und Dialogen der Protagonisten widerspiegelte, ohne ins allzu Umgangssprachliche und Schnodderige abzudriften, hat einfach perfekt gepasst.

Ich hatte zu Beginn kurz daran gezweifelt, ob man die Geschichte in diese doch recht wenigen Seiten zwängen könnte, aber es ist der Autorin perfekt gelungen. Das Buch wies an keiner Stelle Längen auf, verfiel aber auch nicht in Hektik. Man wird zwar recht abrupt in die Geschichte und die jeweiligen Kapitel der wechselnden Erzähler geworfen, aber bekommt dennoch genug Einsicht in die verschiedenen Charaktere, allen voran Fred und sein Sohn Phil. Beide sind angenehm "normale" Menschen, in welche ich mich gut einfühlen vermochte. Einige der tatsächlich auftretenden oder nur erwähnten Nebencharaktere (beispielsweise Freds Ex-Frau) wirken zwar leicht überzeichnet, aber sind nicht so präsent, um die Glaubwürdigkeit zu zerstören.

Alles in allem ein wunderbares und trotz der Thematik angenehm leicht zu lesendes Buch, das ich nur empfehlen kann.
19.3.17 20:26
 
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