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Mareike Guhr - Blau Türkis Grün

Dies ist ein Buch, bei dem ich fast zum reinen Coverkäufer geworden wäre. Glücklicherweise klang auch der Inhalt durchaus passend und interessant, von daher war die Entscheidung absolut vertretbar für mich. Und gleich vorweg: Ja, im Großen und Ganzen hält auch der Inhalt, was Cover und Titel versprechen. Für Menschen mit der ewigen Sehnsucht nach dem Meer, nach dem Geruch des Salzes in der Luft… für diese Menschen ist dieses Buch dahingehend geeignet, dass sich nach der Lektüre vermutlich ein paar neue Pins auf der mentalen „Da muss ich hin!“-Weltkarte befinden.

Aber ich fange lieber von vorne an. Das Buch ist in kurze Kapitel gegliedert, die immer einen auf irgendeine Weise bemerkenswerten Ankerpunkt der Weltumsegelung der Autorin beinhalten. Mal ist es das Land, mal die Menschen, mal Phänomene der Natur… Insgesamt sind die Kapitel angenehm kurz und stets mit mindestens einem, meist mehreren farbenprächtigen Bildern garniert. Die Qualität der Bilder kommt dabei allerdings nicht an die eines professionellen Bildbands heran (was ich im Vorfeld fälschlicherweise gedacht hatte), sondern sind eigentlich eher sehr gute Urlaubsschnappschüsse und Illustrationen der Reise. Aber zusammen mit dem eher lockeren, leichten Schreibstil passt das alles sehr gut zusammen.

Dazwischen eingestreut ist immer mal eine Doppelseite, auf der die Autorin ihre Gedanken zur Reise, zu ihrer Intention oder auch zum Thema Heimweh ein wenig erläutert. Aufgrund der Kürze empfand ich auch diese kleinen Unterbrechungen nicht als störend, sie fügten sich doch recht gut ins Gesamtbild ein.

Die Kapitel selbst schildern wie erwähnt ja nur einige der Stops. Diese sind zwar – bis auf das quasi einleitende Kapitel – in chronologischer Reihenfolge, geben aber natürlich nicht jedes einzelne Detail der Reise wieder. Und das hätte ich persönlich auch nicht gebraucht! Es kamen so schon teilweise recht viele Fachbegriffe aus dem Bereich des Segelns und der Schiffsbestandteile vor, und wer wie ich vielleicht noch den Bug vom Heck auseinanderhalten kann, es danach aber schon aufhört, der hätte sich vielleicht doch noch ein kleines Glossar gewünscht. Zumindest sind das Details, die ich gar nicht ausführlicher brauche, von daher passt das Buch in seiner Gesamtheit einfach sehr gut. Ich denke, es dient in erster Linie dazu, die Sehnsucht nach fernen Inseln, nach dem Meer zu wecken und veranschaulicht, warum die Autorin am Ende jahrelang auf ihre Heimat, Freunde und Familie verzichtete und sich dafür entschied, Urlauber um die Welt zu segeln. Ich hätte jetzt auf jedenfalls wirklich Lust, sie auf einer Etappe zu begleiten – und somit ist doch das Ziel erfüllt, denke ich.
3.10.18 15:37


Michelle Schrenk - Kein Horizont ohne Licht

Mich überkam mal wieder das Verlangen nach einer Portion Kitsch. Ein bisschen Liebe, eine Portion Herzschmerz und ein von Anfang an idealerweise klares und vorhersehbares Ende – halt Genretypisches zur leichten Unterhaltung. Meine Wahl fiel auf „Kein Horizont ohne Licht“. Von der Autorin kannte ich bereits „Kein Himmel ohne Sterne“, das mich durchaus zu unterhalten vermochte. Und grundsätzlich wurden meine oben beschriebenen Erwartungen ja auch erfüllt… es haperte leider an anderer Stelle.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht schwer. Der Schreibstil passt zum Genre, ist angenehm leicht zu lesen, ohne primitiv zu wirken. Somit liest sich das Buch wunderbar nebenbei weg – und zwar auch dann, wenn man aufgrund des Inhalts wieder eher genervt statt gut unterhalten wird.

An den Charakteren lag dieses Genervt-Sein nicht unbedingt. Gut, sie waren schon recht eindimensional und vor allem Hannah war bisweilen ein wenig anstrengend, wenn sie mal wieder am Jammern war. Da das Ende von Anfang an klar war, gab es auch nicht sonderlich viel Spielraum zur Charakterentwicklung.

Gut, damit komme ich in dem Genre immer noch klar und brauche eben auch nicht unbedingt 100m Tiefgang. Wenn, ja wenn… wenn da nur nicht diese furchtbaren, schmalzigen, pathetischen Floskeln wären, die gefühlte hundert Mal wiederholt wurden. Sowohl in den inneren Monologen und Gedankengängen von Hannah als Erzählerin als auch in den Dialogen: Es wurden ständig das Licht, der Horizont und, ach, die Liebe erwähnt und erfloskelt und gesülzt und geschwurbelt… Ja, klar, Licht und Horizont kommen auch im Titel vor, aber das muss mir doch nicht auf irgendwann fast jeder zweiten Seite nochmal mit dem Holzhammer eingebläut werden!

Und ganz von der Tatsache abgesehen, dass es einfach ein ewiggleiches Geschwurbel war: Es machte auch die Dialoge an sich lächerlich. Kann mir doch bitteschön keiner erzählen, dass ein normaler Mensch dauerhaft in einem Gespräch erzählt, dass er in seinem Gesprächspartner schon immer „dieses besondere Licht/Leuchten“ gesehen hat. Oder ähnlich schmalzige Kalendersprüche. Ich jedenfalls hab solche Leute nicht in meinem Bekanntenkreis – Gottseidank! Ich hätte vermutlich schon längst einen Exorzisten auf sie loslassen müssen. Es tut mir leid, das wirklich so hart ausdrücken zu müssen, aber nein: Das konnte ich einfach nicht ernstnehmen. Außerdem hat das ganze Gesülze auch irgendwie die Handlung ausgebremst. Lieber mehr Handlung, dafür weniger Ausschweifungen zu Luft, Licht und Liebe.

Deshalb leider nur 2,5 Sterne, die ich allerdings abrunden musste – ich habe einfach zu oft den Kopf schütteln müssen.
3.10.18 15:37


Lena Greiner - Ich muss mit auf Klassenfahrt - meine Tochter kann sonst nicht schlafen!

Ich verfolge diese ganzen Diskussionen um Helikoptereltern ja schon eine ganze Weile – einfach, weil sie ein steter Garant für Unterhaltung und zum Schmunzeln (und Kopfschütteln) sind. Dafür muss ich nicht einmal selbst Kinder haben oder Helikoptereltern unter meinen Freunden und Bekannten haben. Die Anekdoten funktionieren auch mit diesem Abstand und vielleicht sogar deswegen so gut.

Aber beginne ich lieber von vorne.

Den Vorgängerband kenne ich zwar leider nicht, aber einige der Artikel auf Spiegel Online sind mir untergekommen und haben mein Interesse an dem Buch geweckt. Ein großartiges Vorwissen war ja nicht nötig, von daher stand dem vermeintlichen Vergnügen ja nichts im Wege.

Das Buch ist grob nach den verschiedenen Altersgruppen der umsorgten Kinder gegliedert, es geht bereits vor der Geburt los und endet nicht unbedingt mit der Volljährigkeit – schließlich studiert der Premiumsprössling oder versucht eine Ausbildung oder gar einen Beruf zu ergattern und muss auf diesen Wegen stets begleitet werden. Jedes große Kapitel ist mit einer recht niedlichen Karikatur zu Helikoptereltern illustriert und die zahlreichen Anekdoten werden von erklärenden und zusammenfassenden Worten der Autorinnen begleitet.

Insgesamt kann ich sagen, dass mich das Buch durchweg zum Schmunzeln, aber auch zum Augenrollen brachte, mich aber insgesamt gut bis sehr gut unterhalten konnte. Eigentlich war es fast schon zu kurz, aber es muss ja schließlich auch Raum bleiben für eine weitere Fortsetzung – und mit dieser rechne ich fest. Es sind mit Sicherheit noch nicht alle Geschichten erzählt!

Ein wenig (bei einigen Anekdoten auch ein wenig mehr) habe ich allerdings meine Zweifel, ob da nicht doch recht stark übertrieben bzw. die Ereignisse überspitzt dargestellt wurden. Ich möchte jetzt niemandem unterstellen, sich das einfach auszudenken… einige Szenen kamen mir doch stark unglaubwürdig vor. Aber vielleicht sind es genau diese, die am Ende absolut der Wahrheit entsprechen. So blöd kann man manchmal gar nicht denken…

Auf jeden Fall: Ich bin froh, keine Helikopter als Eltern zu haben und ein klein wenig Mitleid habe ich schon mit den Kindern der wirklich übertreibenden Eltern. Dennoch insgesamt ein kurzweiliges und unterhaltsames Büchlein für Zwischendurch.
3.10.18 15:37


Tracy Banghart - Iron Flowers - Die Rebellinnen

Ich hätte auf mein Bauchgefühl hören sollen!

Zig mal bin ich um das Buch herumgeschlichen, habe überlegt: Will ich jetzt Prinzessinnen-Gedöns á la „Selection“ überhaupt lesen? Zumindest ließ ja die Beschreibung auf eine ähnliche Geschichte schließen. Das wird ja gerne mal simpel… aber vielleicht doch immerhin kurzweilig und unterhaltsam? Gut, die Leseprobe hat mich, als eigentlich überzeugtem Leseprobenmuffel, dann doch vom Kauf überzeugt.

Und es fing ja grundsätzlich auch echt nicht schlecht an. Der Schreibstil war nicht überragend, aber passte grundsätzlich zu einem Jugendbuch. Grad im weiteren Verlauf wurden die Dialoge zwar gefühlt stumpfer und platter, aber das war dann zu dem Zeitpunkt wirklich das kleinste Übel.

Der Einstieg in die beschriebene Welt fiel mir nicht ganz leicht. Mir fehlten fast durchweg doch irgendwie die Hintergrundinfos, was das für eine Welt überhaupt ist: Altmodische Vergangenheit oder doch dystopische Zukunft? Irgendwann in der Hälfte des Buches erfährt man zwar mal ein wenig, indem ein Geschichtsbuch vorgetragen wird, aber letztendlich war mir das zu wenig. Ich konnte mich durchweg nicht in die Geschichte hineinfühlen, weil mir doch zu viel Substanz der ganzen Welt fehlte. Es war alles nur eine Kulisse, nicht viel dahinter.

Ebenso wenig nachvollziehbar war mir eben aufgrund der fehlenden Hintergründe vor allem Serinas erklärtes Lebensziel, sich als lediglich hübsch anzuschauendes Püppchen in die königliche Sammlung von Haremsdamen zu begeben. Bis auf ihre Schwester Nomi scheint auch kaum Kritik an dem System aufzukommen. Jedenfalls nicht in einer Form, die ich erwartet hätte. Nomi selbst war als Charakter zu Beginn definitiv interessanter, wenn auch sehr plakativ als Serinas genaues Gegenteil angelegt. Auch der im Klappentext erwähnte Schicksalsschlag konnte mich noch fesseln und ich dachte: Hey, das könnte was werden.

(Achtung, die folgenden beiden Absätze enthalten zum Teil kräftige Spoiler zur Story!)

Ich habe nun nichts gegen Überraschungen in Büchern. Hier habe ich durchweg einen Selection-Verschnitt erwartet. Diesen bekam ich auch (mit allen Klischees, die dazugehören), allerdings auch eine gehörige Portion Panem – in sehr, sehr schlecht. Ich kann nicht mit dem Finger draufzeigen, was genau das große Problem war, aber ich konnte den gesamten Handlungsstrang auf der Insel der Powerfrauen überhaupt nicht ernstnehmen. Das fing schon mit der Einteilung in „Crews“ an (das Wort, das Wort, so lächerlich!) und wanderte über die hier bergab schlitternde Figurenentwicklung zu völlig absurden Szenarien fern jeder ansatzweisen Realität. Das süße Mädchen Serina muss nämlich auf einmal um Leben und Tod kämpfen – mit Fäusten und Waffen. Wo am Anfang betont wird, wie doof sie sich anstellt, heißt es später auf einmal, sie hat eine wunderbar schnelle und beeindruckende Entwicklung durchgemacht. Krass! Da ist sie wahrscheinlich wie Obelix in den Zaubertrank gefallen – aber leider wurde vergessen, das zu erwähnen. Und zum großen Finale wird sie derart verwundet, dass es einen kampferprobten Hünen umgehauen hätte, aber Super-Serina schleppt am Ende noch eine Person durch die Gegend. Klar! Logisch!

Zum Glück wurden ab Serinas Verbannung die Kapitel abwechselnd aus ihrer und Nomis Sicht erzählt und grad zu Beginn hat mich die Aussicht auf ein Kapitel mit Nomi noch gut zum Weiterlesen motiviert. Das war leider spätestens da vorbei, als sich auch Serinas Charakter zu entwickeln begann – nur leider nicht weiter, sondern quasi zurück. Aus der eigenständig denkenden, das System kritisierenden wird… eine naive, nicht ohne einen kräftigen Mann überlebensfähige kleine Grace. Ebenfalls eine wirklich nicht logische und nachvollziehbare Entwicklung…

(Spoiler Ende)

Insgesamt weiß ich gar nicht, was mich an dem Buch am meisten gestört hat, schließlich gibt es so viele Dinge zur Auswahl: Die absolut unlogische Charakterentwicklung. Die zum Großteil eher einfach und flach gezeichneten Nebencharaktere. Die unpassende und vor allem nach dem Twist zumeist unspektakuläre Storyentwicklung. Die mit der Zeit irgendwie immer platter werdenden Dialoge. Dieses Einbauen nahezu sämtlicher Klischees aus Selection und Panem und allem, was der Jugend in den letzten Jahren gefallen hat – zumindest kam es mir stellenweise so vor.

Den zweiten Stern bekommt das Buch tatsächlich nur, weil es sich dennoch recht flott und ohne große stilistische Aussetzer im erzählenden Teil lesen ließ. Aber vielleicht wird der nächste Teil ja besser, da sich die Autorin recht lange Zeit mit dem Schreiben lässt. Ich werde ihn dennoch nach dieser Erfahrung nicht mehr lesen.
3.10.18 15:36


Colleen Hoover - Nächstes Jahr am selben Tag

Was Colleen Hoover angeht, bin ich ja schon ein bekennendes kleines Fangirl – abgesehen von ihren Fortsetzungen, aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden. Demzufolge war es nur eine Frage der Zeit, mich endlich auch „Nächstes Jahr am selben Tag“ zu widmen. Ehrlich gesagt, hat mich die ganze Zeit das Cover davon abgehalten, gleich zuzuschlagen. Irgendwie war mir die Gestaltung mit diesem Pärchenfoto doch ein wenig arg kitschig. Natürlich weisen auch die Cover der anderen Bücher (zumindest der zuletzt erschienenen Softcover-Editionen) mit ihrer vornehmlich weiß mit pink/rosa Gestaltung eine stark romantische Tendenz auf, die halt auch zum Genre passt… aber dieses hier fand ich wirklich nicht sehr ansprechend.

Aber am Ende zählt natürlich nur der Inhalt, nicht wahr? Und der war auch wieder „typisch Colleen Hoover“. Ich bevorzuge generell die jüngeren Bücher der Autorin, in denen die Protagonisten die High School mit diesen ganzen fürchterlichen Mimimi-Problemchen zum Glück schon hinter sich haben. Fallon und Ben sind zwar relativ frisch flügge geworden, das dürfte aber dem längeren Zeitraum geschuldet sein, der im Laufe der Geschichte vergeht. Was ich auch als recht typisch für die Autorin empfinde: Die außergewöhnlichen bis höchst seltsamen Namen ihrer Protagonisten. Fallon mag ja noch schleichen, aber Benton? Waren normale Namen grad mal wieder aus?

Stilistisch wurde ich wieder nicht enttäuscht. Ich brauchte nur wenige Seiten, um mich zu orientieren, dann war ich auch schon in die Geschichte eingetaucht und flog fast durch das Buch. Der Schreibstil ist wirklich sehr locker-fluffig, ohne zu primitiv und einfach zu sein und passt halt auch perfekt zur Story und den Figuren. Jene waren mit Fallon und Ben auch wieder echt sympathisch angelegt und vor allem humorvoll. Die Dialoge ließen mich vor allem in der ersten Hälfte sehr breit grinsen.

Als spannend und „mal was Anderes“ empfand ich den Aufbau. Ben und Fallon treffen sich nur einmal im Jahr und die Geschichte wird auch nur an diesem jeweiligen Tag erzählt. Was in der Zwischenzeit bei beiden geschah, wird maximal kurz angerissen. Diese Idee und Umsetzung fand ich persönlich sehr ansprechend. Das Ende war zwar letztendlich genrebedingt trotzdem absehbar, aber der Weg dorthin hat mich dennoch gut unterhalten. Das einzige Manko, was mich etwas genervt hat: Im letzten Viertel wurde kräftig auf die Tränendrüse gedrückt und geheult, was das Zeug hält – also bei den Protagonisten, nicht bei mir. Hier hätte man den Kitsch- und Herzschmerzfaktor ein klein wenig zurückfahren können.

Insgesamt konnte mich „Nächstes Jahr am selben Tag“ dennoch so begeistern, dass ich trotz des vermehrten Augenrollens gegen Schluss die fünf Sterne vergeben kann. Ein Muss für Fans von Colleen Hoover und Leser des Genres.
3.10.18 15:36


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